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Name des Begriffes: Vitamin C

Kurze Einführung

  • Vitamin C ist ein wasserlösliches Vitamin, das auch als Ascorbinsäure bekannt ist.
  • Vor langer Zeit war der Skorbut unter Seefahrern auf langen Reisen, wenn sie ohne frische Nahrungsmittel auskommen mussten, weit verbreitet. Wahrscheinlich war dies die erste Krankheit, die unumstösslich mit einer Mangelernährung in Verbindung gebracht wurde.
  • Alle Nahrungsmittel (z. B. Zitronen, Limetten, Orangen), von denen bekannt war, dass sie den Skorbut verhinderten, wurden unter dem Begriff Anti-Skorbut-Lebensmittel zusammengefasst, auch wenn man den Wirkmechanismus noch nicht verstand. Erst 1930 wurde das Vitamin C entdeckt.

Vorwiegende Quellen in der Nahrung

  • Vitamin C ist reichlich in Obst und Gemüse enthalten.
  • Obst: Zitrusfrüchte, Papayas, Erdbeeren, Kiwis und Mangos.
  • Gemüse: Brokkoli, Rosenkohl, Blumenkohl und grünes Blattgemüse.

Hauptfunktion

  • Starkes Antioxidans. Antioxidanzien schützen die Zellen vor der schädigenden Wirkung freier Radikale (reaktive Nebenprodukte der normalen Zellaktivität), die die Entwicklung zahlreicher chronischer Krankheiten begünstigen könnten. Vitamin C arbeitet dabei mit Vitamin E zusammen.
  • Dabei fördert Vitamin C die Produktion und Funktion bestimmter Immunzellen und spielt eine wesentliche Rolle bei der Gesundheit der Augen.
  • Essentieller Cofaktor (Helfer) bei zahlreichen Enzymreaktionen, z. B. bei der Synthese von Collagen (einem Protein, das für die Struktur von Haut und Sehnen verantwortlich ist; Sehnen verbinden Muskeln und Knochen, Blutgefässe, Bänder und alle anderen Bindegewebsarten). Deshalb ist Vitamin C beispielsweise für die Wundheilung und die Gesunderhaltung des Zahnfleischs wichtig.
  • Fördert die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung.
  • Wirkt als Histaminhemmer, einer Verbindung, die bei allergischen Reaktionen freigesetzt wird.

Mangelerkrankungen

  • Da Vitamin C reichlich in Obst und Gemüse vorkommt, sind Mangelerscheinungen selten.
  • Frühe Symptome sind beispielsweise Müdigkeit, Appetitlosigkeit, geschwächte Abwehrkräfte gegen Infektionen und Reizbarkeit.
  • Ein schwerer Vitamin-C-Mangel führt zur Skorbut. Der Skorbut ist eine Schwächung der Kollagenstrukturen. Zu den Symptomen zählen u. a. eine schlechte Wundheilung, Gelenkschmerzen und -schwellungen sowie Zahnfleischbluten.
  • Bei Kindern kann es zu Knochenverformungen kommen.
  • Gefährdet: Personen mit einseitiger Ernährung, Raucher, schwangere und stillende Frauen.

Empfohlene Tagesdosis

Aktuelle Richtlinien für die Nährstoffzufuhr (Dietary Reference Intakes, DRIs) 
Institute of Medicine (IOM)

AlterskategorieTagesdosis
Schwangerschaft
14 – 18 Jahre
19 – 50 Jahre
80 mg (RDA)
85 mg (RDA)
Stillzeit
14 – 18 Jahre
19 – 50 Jahre
115 mg (RDA)
120 mg (RDA)
Säuglinge 6 – 12 Monate50 mg (AI)
Kinder
 1 – 3 Jahre
 4 – 8 Jahre
15 mg (RDA)
25 mg (RDA)
Männer
 9 – 13 Jahre
14 – 18 Jahre
19 – 30 Jahre
31 – 50 Jahre
50 – 70 Jahre
> 70 Jahre
45 mg (RDA)
75 mg (RDA)
90 mg (RDA)
90 mg (RDA)
90 mg (RDA)
90 mg (RDA)
Frauen
 9 – 13 Jahre
14 – 18 Jahre
19 – 30 Jahre
31 – 50 Jahre
50 – 70 Jahre
> 70 Jahre
45 mg (RDA)
65 mg (RDA)
75 mg (RDA)
75 mg (RDA)
75 mg (RDA)
75 mg (RDA)

 

AI = angemessene Aufnahme (Adequate Intake).
RDA = Empfohlene Tagesdosis (Recommended Dietary Allowance).

Synonyme: Ascorbinsäure

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