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Name des Begriffes: Natrium

Kurze Einführung

  • Natrium, ein Mineralstoff mit dem Symbol Na, ist wie Kalium und Chlorid ein Elektrolyt.
  • Der Körper benötigt Elektrolyten zur Regulierung der Nerven- und Muskelfunktion und zur Erhaltung des Wasser- und Säure-Basen-Haushalts.
  • Natrium ist ein Bestandteil von (Speise-)Salz: 40% Natrium und 60% Chlorid. Symbol: NaCl.
  • Natrium wird beispielsweise über den Urin und Schweiss ausgeschieden. Gesunde Nieren sorgen für einen konstanten Natriumspiegel im Körper, indem sie die Menge, die über den Urin ausgeschieden wird, regulieren.

Vorwiegende Quellen in der Nahrung

  • In den meisten Nahrungsmitteln ist Natrium von Natur aus in geringen Mengen enthalten.
  • Das meiste Natrium, das wir in Form von Salz über die Nahrung aufnehmen, stammt jedoch aus verarbeiteten Nahrungsmitteln. Es dient als Würz- oder Konservierungsmittel.
  • Die Lebensmittelindustrie fügt Salz einer Vielzahl von Nahrungsmitteln hinzu. Der Verbraucher verwendet es in Form von Speisesalz.

Hauptfunktion

  • Der grösste Natriumgehalt findet sich im Blut und (zusammen mit Chlorid) in der die Zellen umgebende Flüssigkeit. Natrium sorgt für einen ausgewogenen Flüssigkeitshaushalt.
  • Beteiligt an der korrekten Funktion von Nervenimpulsen und Muskeln.
  • Natrium spielt (zusammen mit Kalium) eine Rolle bei der Regulierung des Blutdrucks (und der Blutmenge).

Mangelerkrankungen und Überschuss

  • Ein Mangel tritt selten auf. Die meisten Menschen nehmen eher zu viel Natrium zu sich.
  • Hyponatriämie (Kochsalzmangel im Blut): Der Körper enthält im Verhältnis zur Flüssigkeit im Körper zu wenig Natrium. Bei Erbrechen oder Durchfall geht Natrium verloren. Wird dieser Flüssigkeitsverlust ausschliesslich mit Wasser ausgeglichen, verdünnt sich der Natriumgehalt im Körper. Symptome: z. B. Kopfschmerzen, Übelkeit, Muskelkrämpfe, Erbrechen und Müdigkeit.
  • Hypernaträmie (Kochsalzüberschuss im Blut): Der Körper enthält im Vergleich zum Natriumgehalt im Körper zu wenig Wasser. Dies ist meist die Folge einer Dehydrierung bzw. Austrocknung (zu wenig getrunken, Erbrechen, Durchfall, übermässiges Schwitzen). Das erste Symptom ist generell Durst. Eine schwere Hypernaträmie kann zu Verwirrtheit, Schwäche, Muskelzucken, Krämpfen und Koma bis hin zum Tod führen.
  • Säuglinge und Kleinkinder sind relativ anfällig für Schwankungen des Wasser- und Elektrolytenhaushalts. Wird eine Dehydratation nicht sofort behandelt, kann sie tödlich sein. Säuglinge haben einen höheren Wasseranteil pro kg Körpervolumen, einen höheren Wasserumsatz und eine begrenzte Möglichkeit zur Ausscheidung löslicher Substanzen. Ihr Durstmechanismus ist intakt, doch sie können nicht selbst um Wasser bitten.
  • Eine hohe Salzaufnahme wird bei Erwachsenen mit Hypertension (Bluthochdruck) in Verbindung gebracht. Studien belegen, dass eine übermässige Salzaufnahme bei Kindern und Jugendlichen mit einem höheren Blutdruck in Verbindung gebracht wird, der als der grösste Risikofaktor für Herz-Gefässerkrankungen bei Erwachsenen gilt. Ähnlich wie Erwachsene nehmen auch Kinder und Jugendliche das meiste Natrium über verarbeitete Nahrungsmittel und Fastfood sowie salzige Snacks auf.
  • Es gibt auch Belege dafür, dass Essgewohnheiten in der Kindheit und im Jugendalter die Essgewohnheiten im späteren Leben prägen. Die Vorliebe für Salz und salzige Nahrung ist eine angelernte Geschmacksvorliebe.

Empfohlene Tagesdosis

Aktuelle Richtlinien für die Nährstoffzufuhr (Dietary Reference Intakes, DRIs) 
Institute of Medicine (IOM)

AlterskategorieTagesdosis
Schwangerschaft
Stillende Mütter
1.5 g (AI)
1.5 g (AI)
Säuglinge 6 – 12 Monate0.37 g (AI)
Kinder
 1 – 3 Jahre
 4 – 8 Jahre
1.0 g (AI)
1.2 g (AI)
Männer
 9 – 13 Jahre
14 – 18 Jahre
19 – 30 Jahre
31 – 50 Jahre
50 – 70 Jahre
> 70 Jahre
1.5 g (AI)
1.5 g (AI)
1.5 g (AI)
1.5 g (AI)
1.3 g (AI)
1.2 g (AI)
Frauen
 9 – 13 Jahre
14 – 18 Jahre
19 – 30 Jahre
31 – 50 Jahre
50 – 70 Jahre
> 70 Jahre

1.5 g (AI)
1.5 g (AI)
1.5 g (AI)
1.5 g (AI)
1.3 g (AI)
1.2 g (AI)

 

AI = angemessene Aufnahme (Adequate Intake).

Synonyme: Natrium

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