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Name des Begriffes: Kupfer

Kurze Einführung

  • Kupfer ist ein Spurenelement mit dem Symbol Cu.
  • Es ist Bestandteil zahlreicher Körperproteine und überall im Körper nachweisbar. Der höchste Kupferanteil findet sich in der Leber, in den Knochen und in den Muskeln. Spuren von Kupfer sind jedoch in allen Körpergeweben vorhanden.

Vorwiegende Quellen in der Nahrung

  • Gute Quellen: Innereien, Meeresfrüchte, Nüsse und Samen.
  • Andere Quellen: Vollkornprodukte und getrocknete Hülsenfrüchte (Sojabohnen und Linsen).

Hauptfunktion

  • Bestandteil zahlreicher Enzyme.
  • Beteiligt an der Energieproduktion.
  • Spielt eine Rolle bei der Produktion des Hormons Epinephrin (Adrenalin). Starke Emotionen führen zu einer Ausschüttung von Epinephrin im Blut und lassen die Herzfrequenz, die Muskelaktivität und den Blutdruck steigen. Diese Reaktion bereitet den Körper auf eine energiegeladene körperliche Aktivität vor.
  • Bildet rote Blutzellen, Knochen und Bindegewebe (bindet Gewebe und Organe).
  • Wirkt als Antioxidans. Antioxidanzien schützen die Zellen vor der schädigenden Wirkung freier Radikale (reaktive Nebenprodukte der normalen Zellaktivität), die die Entwicklung zahlreicher chronischer Krankheiten begünstigen können.
  • Beteiligt am Eisenstoffwechsel. Eine hohe Eisenaufnahme kann die Kupferabsorption beeinflussen.
  • Bildet das Pigment Melanin, das eine Rolle bei der Pigmentierung von Haar, Haut und Augen spielt.

Mangelerkrankungen

  • Ein Kupfermangel ist beim Menschen selten. Erkrankungen wie Morbus Crohn, bei denen die Nährstoffabsorption gestört ist, können zu einem Kupfermangel führen. Auch bei Frühgeborenen kann ein Kupfermangel auftreten.
  • Symptome: z. B. Müdigkeit und Anämie. Nervenschädigungen können zu einem Gefühlsverlust in Füssen und Händen führen. Ausserdem können Muskelschwäche, Reizbarkeit, Depressionen und Koordinationsstörungen auftreten.
  • Ein angeborener Kupfermangel (der vor allem bei Jungen auftritt) verursacht das Menkes-Syndrom, eine Erkrankung, bei der Kupfer im Magen-Darm-Trakt nicht absorbiert werden kann und die mit einer deutlich herabgesetzten Lebenserwartung einhergeht. Symptome sind schütteres und in sich gedrehtes Haar, ausbleibende Gewichtszunahme, Gedeihstörungen und Störungen des Nervensystems.
  • Beim Morbus Wilson (auch Wilson-Krankheit, einer angeborenen Kupferspeicherkrankheit) wird überschüssiges Kupfer nicht wie normal in die Galle ausgeschieden. Dies führt zu einer erhöhten Kupferanreicherung und zu Schäden in der Leber. Die ersten Symptome sind zumeist auf Gehirnschäden zurückzuführen.

Empfohlene Tagesdosis

Aktuelle Richtlinien für die Nährstoffzufuhr (Dietary Reference Intakes, DRIs) 
Institute of Medicine (IOM)

AlterskategorieTagesdosis

Schwangerschaft
Stillzeit

1000 μg (RDA)
1300 μg (RDA)
Säuglinge 6 – 12 Monate220 μg (AI)
Kinder
 1 – 3 Jahre
 4 – 8 Jahre
340 μg (RDA)
440 μg (RDA)
Männer
 9 – 13 Jahre
14 – 18 Jahre
19 – 30 Jahre
31 – 50 Jahre
50 – 70 Jahre
> 70 Jahre
700μg (RDA)
890μg (RDA)
900μg (RDA)
900μg (RDA)
900μg (RDA)
900μg (RDA)
Frauen
 9 – 13 Jahre
14 – 18 Jahre
19 – 30 Jahre
31 – 50 Jahre
50 – 70 Jahre
> 70 Jahre
700μg (RDA)
890μg (RDA)
900μg (RDA)
900μg (RDA)
900μg (RDA)
900μg (RDA)

 

AI = angemessene Aufnahme (Adequate Intake).
RDA = Empfohlene Tagesdosis (Recommended Dietary Allowance).

Synonyme: Kupfer

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