Detailansicht für den Begriff

Name des Begriffes: Kalium

Kurze Einführung

  • Kalium, ein Mineralstoff mit dem Symbol K, ist wie Natrium und Chlorid ein Elektrolyt.
  • Der Körper benötigt Elektrolyten zur Regulierung der Nerven- und Muskelfunktion und zur Erhaltung des Wasser- und Säure-Basen-Haushalts.
  • Der Kaliumspiegel wird in den Nieren reguliert: Durch die Steuerung der Ausscheidung sorgen sie für einen gleichbleibenden Kaliumspiegel im Blut, auch wenn die Aufnahme variiert. Ein Teil des Kaliums wird über Schweiss und über den Verdauungstrakt ausgeschieden.

Vorwiegende Quellen in der Nahrung

  • Besonders: Obst und Gemüse, beispielsweise Spinat, Brokkoli, Tomaten, Zitrusfrüchte, Bananen, Äpfel, Avocados und Rosinen.
  • Kaliumchlorid (KCl) wird als Salzersatz verwendet.

Hauptfunktion

  • Während der Grossteil des Natriums und Chlorids ausserhalb der Körperzellen vorhanden ist, findet sich Kalium vorwiegend innerhalb der (Muskel-)Zellen.
  • Als Elektrolyt arbeitet Kalium bei der Regulierung der Nerven- und Muskelfunktion und der Erhaltung des Wasser- und Säure-Basen-Haushalts mit Natrium zusammen.
  • Wird zum korrekten Funktionieren der Zellen (Gewebe und Organe), Nerven und Muskeln benötigt. Lebenswichtig für die Herzfunktion. Spielt ausserdem eine Rolle bei der reibungslosen Kontraktion der (Skelett- )Muskulatur. Damit ist Kalium für eine normale Verdauung und Muskelfunktion notwendig.
  • Wird für einen korrekten Kohlenhydratstoffwechsel benötigt.

Mangelerkrankungen und Überschuss

  • Hypokaliämie (Kaliummangel im Blut) ist meist die Folge eines übermässigen Kaliumverlusts, beispielsweise durch anhaltendes Erbrechen, Durchfall oder Nierenstörungen. Ausserdem kann die Einnahme harntreibender Mittel bewirken, dass zu viel Wasser, Natrium und Kalium über die Nieren ausgeschieden wird. Symptome: z. B. Müdigkeit, Muskelschwäche und Krämpfe sowie Darmlähmung. Dies kann zu Völlegefühl, Verstopfung und Bauchschmerzen führen. Ein schwerer Kaliummangel kann zum Verlust der Muskelfunktion oder zu Herzrhythmusstörungen führen.
  • Hyperkaliämie (Kaliumüberschuss im Blut) kann die Folge von Nierenstörungen oder einer Ernährungsweise sein, in der zu viel Kalium aufgenommen wird. Auf die Dauer kann dies zu Herzrhythmusstörungen führen.
  • Kalium ist zusammen mit Natrium für die Regulierung des Blutdrucks verantwortlich. Studien belegen, dass eine erhöhte Kaliumzufuhr über die Nahrung vor Bluthochdruck schützt, indem die Natriummenge, die aus dem Körper ausgeschieden wird, erhöht wird. Eine hohe Kaliumaufnahme wird ausserdem mit einem niedrigeren Risiko für Herz-Gefässerkrankungen verbunden.

Empfohlene Tagesdosis

Aktuelle Richtlinien für die Nährstoffzufuhr (Dietary Reference Intakes, DRIs) 
Institute of Medicine (IOM)

AlterskategorieTagesdosis
Schwangerschaft
Stillende Mütter
4.7 g (AI)
5.1 g (AI)
Säuglinge 6 – 12 Monate0.7 g (AI)
Kinder
 1 – 3 Jahre
 4 – 8 Jahre
3 g (AI)
3.8 g (AI)
Männer
 9 – 13 Jahre
14 – 18 Jahre
19 – 30 Jahre
31 – 50 Jahre
50 – 70 Jahre
> 70 Jahre

4.5 g (AI)
4.7 g (AI)
4.7 g (AI)
4.7 g (AI)
4.7 g (AI)
4.7 g (AI)

Frauen
 9 – 13 Jahre
14 – 18 Jahre
19 – 30 Jahre
31 – 50 Jahre
50 – 70 Jahre
> 70 Jahre

1.5 g (AI)
1.5 g (AI)
1.5 g (AI)
1.5 g (AI)
1.3 g (AI)
1.2 g (AI)

 

AI = angemessene Aufnahme (Adequate Intake).

Synonyme: Kalium

Zurück zur Liste