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Name des Begriffes: Galactose

Kurze Einführung

  • Der Begriff Kohlenhydrate oder Saccharide stammt vom griechischen Wort sákkharon (Zucker)
  • Saccharide werden in folgende vier Gruppen eingeteilt: Monosaccharide, Disaccharide, Oligosaccharide und Polysaccharide.
  • Die kleinen Gruppen der Monosaccharide und Disaccharide werden gemeinhin als Zucker bezeichnet.
  • Monosaccharide (Einfachzucker) sind die einfachsten Kohlenhydrate (kleinste Bausteine). Sie können nicht in kleinere Kohlenhydrate hydrolisiert (verdaut, gespalten) werden.
    • Glucose (Blutzucker, Traubenzucker, Dextrose)
    • Fructose (Fruchtzucker)
    • Galactose (ein Bestandteil von Milchzucker bzw. Lactose)
  • Lactose ist das Hauptkohlenhydrat in der Milch von Säugetieren.
  • Lactose ist ein Disaccharid, das aus den Monosacchariden Glucose und Galactose zusammengesetzt ist.

Vorwiegende Quellen in der Nahrung

  • Lactose ist ein Bestandteil in Milch und Milchprodukten. Die Kombination von Galactose mit Saccharose findet man in Oligosacchariden wie beispielsweise in Bohnen, Linsen, Erbsen.

Hauptfunktion

  • Energiequelle: 1 g Kohlenhydrate liefert 4 kcal (17 kJ).
    • Nach der Verdauung werden die in kleine Einheiten (Glucose, Fructose, Galactose) aufgespaltenen Kohlenhydrate im Dünndarm absorbiert und gelangen in die Blutbahn, wo sie zur Leber transportiert werden. Fructose und Galactose werden dort in Glucose umgewandelt. Glucose wird vom Blut zum Gewebe und zu den Organen befördert und dient als Brennstoff.
    • Vor allem das Gehirngewebe und die roten Blutkörperchen nutzen Glucose als Energiequelle. Ein Glucosemangel kann in Schwächegefühl, Benommenheit und einem niedrigen Blutzuckerspiegel (Hypoglycaemie) resultieren. Ein zu niedriger Blutzuckerspiegel während körperlicher Anstrengung mindert die Leistungsfähigkeit und kann zu geistiger und körperlicher Erschöpfung führen.
    • Glucose, die der Körper nicht gleich als Brennstoff benötigt, wird (als Glykogen) in der Leber und in der Skelettmuskulatur gespeichert. Sind die Glykogenspeicher voll, erfolgt die Speicherung der Glucose als Fett. Wenn der Körper mehr Glucose benötigt als im Blut frei verfügbar ist (beispielsweise beim Sport), greift er auf die Glykogenspeicher zurück.
  • Die Kohlenhydrate verhindern, dass Eiweiss als Energiequelle verwendet wird. Eine zu geringe Aufnahme an Kohlenhydraten führt zu einem Abbau von Eiweiss, das zur Herstellung von Glucose und zur Erhaltung eines konstanten Blutzuckerspiegels benötigt wird.

Mangelerkrankungen

  • Bei einer zu geringen Kohlenhydrataufnahme erschöpfen sich die Glucose- und Glykogen-Vorräte im Blut (Glucose-Reservespeicher in der Leber und in den Muskeln). Die Glucosesynthese erfolgt durch Abbau von Aminosäuren aus Körpereiweiss, Eiweiss aus der Nahrung und der Verbindung Glycerol (aus Fett). Ein langfristiger Kohlenhydratmangel führt zur Ketose (ein hoher Ketonspiegel verursacht Dehydrierung und eine Veränderung im chemischen Bluthaushalt), zur Azidose (Übersäuerung des Blutes und anderer Körpergewebe kann die Zellen beschädigen) und zum Verlust von Zelleiweiss. Ein vermehrter Eiweissabbau kann zu einer Überlastung der Nieren führen, da die Abbauprodukte von Eiweiss in den Nieren aus dem Blut herausgefiltert und dann über den Urin ausgeschieden werden.
  • Anzeichen und Symptome (Beispiele):
    • Hypoglykämie: Abfall des Blutzuckerspiegels (Benommenheit, Müdigkeit, Bewusstseinsstörungen).
    • Müdigkeit und niedriger Energiespiegel: Ein für die Energieproduktion zu niedriger Glucosegehalt im Blut führt zu Energiemangel und Müdigkeit.
    • Muskelschwund: Der Abbau der Fettreserven und Aminosäuren zur Energiegewinnung führt zu Muskelschwund und Wachstumsstörungen.
    • Gewichtsverlust: Der Verlust von Fett- und Muskelmasse führt zu Gewichtsverlust.
    • Dehydrierung und verminderte Körperausscheidungen: Ketose führt zu einem Verlust der Körperflüssigkeit (trockene Augen, verminderte Speichelproduktion in den Speicheldrüsen sowie Austrocknung der Atemwege und des Magen-Darm-Trakts).
    • Schwächung des Immunsystems und Infektionsanfälligkeit
    • Verstopfung und Stimmungsschwankungen: Das Gehirn kann die Ausschüttung des Hormons Serotonin einstellen, was Stimmungsschwankungen und Depressionen zur Folge hat. Ein anhaltender Kohlenhydratmangel kann zu drastischem Gewichtsverlust, in extremen Fällen bis zum Hungertod führen.


Im Gegensatz zu den Kohlenhydraten wurden für Galactose keine Richtlinien für die Nährstoffzufuhr (Dietary Reference Intakes, DRIs) festgelegt. 


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