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Name des Begriffes: beta-Carotin

Kurze Einführung

  • β-Carotin (Beta-Carotin) ist eines von Hunderten natürlich vorkommenden Carotinoiden.
  • Carotinoide sind gelbe, orange und rote Naturfarbstoffe und kommen häufig in Pflanzen vor.
  • β-Carotin ist das in Lebensmitteln am häufigsten vorkommende und wirksamste Provitamin A. Andere, in Lebensmitteln vorhandene Carotinoide wie Lycopin, Lutein und Zeaxanthin werden vom Körper nicht in Vitamin A umgewandelt.
  • Die Vitamin-A-Wertigkeit von β-Carotin in Lebensmitteln beträgt 1/12 von Retinol (präformiertes Vitamin A): 12 μg β-Carotin aus der Nahrung liefert das Äquivalent von 1 μg (0,001 mg) Retinol.
  • β-Carotin findet man in Muttermilch.

Vorwiegende Quellen in der Nahrung

  • In gelb- und orangefarbenen Gemüsen und Früchten wie Karotten, Süsskartoffeln, Kürbisse, Aprikosen, Papaya, Mangos, Pfirsiche sowie in dunkelgrünem Blattgemüse (Spinat, Endivien).
  • Der β-Carotin-Gehalt in Obst und Gemüse kann je nach Jahreszeit und Reifegrad variieren.

Hauptfunktion

  • Wichtigste und sicherste Quelle für Vitamin A. Vitamin A kann aus β-Carotin synthetisiert werden. Aus diesem Grund nennt man β-Carotin auch Pro-Vitamin A oder Vitamin-A-Präkursor (Vorläufer).
  •  β-Carotin besitzt antioxidative Eigenschaften.
    • Antioxidantien oder Radikalfänger helfen, freie Radikale zu neutralisieren. Freie Radikale sind hochreaktive Moleküle, die während des normalen Metabolismus (beispielsweise Immunantwort) gebildet werden oder durch externe Faktoren wie Alkoholkonsum, Rauchen, Stress, Infektionen und schlechte Ernährung. Freie Radikale sind in der Lage, die gesunden Zellen des Körpers sowie genetisches Material anzugreifen. Sie können mit Membranlipiden, Proteinen und Enzymen, DNA und anderen Molekülen reagieren. Dies kann zu körperlichen Schäden, Krankheiten und schweren Störungen führen.
    • Antioxidantien wie beta-Carotin sind in der Lage, die Bildung freier Radikale zu kontrollieren. Antioxidantien sind in der Lage, freie Radikale zu stabilisieren oder zu deaktivieren, bevor sie die Zellen angreifen.
  • Carotinoide stehen in Verbindung mit Vitamin E und C. Diese Vitamine stabilisieren und schützen das β-Carotin.

Mangelerkrankungen

  • Es sind keine klinischen Nebenwirkungen bekannt infolge einer niedrigen Carotinoid-Diät, vorausgesetzt, dass die Vitamin-A-Aufnahme ausreichend ist.
  • Mögliche Risikogruppen: schwangere und stillende Frauen, Kleinkinder, Jugendliche (erhöhter Bedarf), Menschen mit Proteinunterernährung und Malabsorption.


Für beta-Carotin wurden keine Richtlinien für die Nährstoffzufuhr (Dietary Reference Intakes, DRIs) festgelegt. Beta-Carotin gilt als Teil von Vitamin A und wird in empfohlenen Tagesdosen (Recommended Dietary Allowance) angegeben. 

Synonyme: β-Carotin

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